Beschreibung
Inhalt
Stimmen
Wenn Eltern verschiedene Muttersprachen haben oder
eine andere als die Landessprache sprechen, dann hat ihr Kind die große Chance,
zweisprachig aufzuwachsen. Mutter und Vater werden mit ihm jeweils ihre
eigene Muttersprache sprechen – eigentlich ganz einfach! Oder? Viele Eltern
machen die Erfahrung, dass es nicht immer leicht ist, dieses Prinzip im Alltag
konsequent beizubehalten. Auch das Kind überrascht: Plötzlich verweigert es
eine der beiden Sprachen oder vermischt sie. Zweifel kommen auf: Machen wir
etwas falsch? Überfordern wir unser Kind vielleicht? Die Fragen und Sorgen
zweisprachig erziehender Eltern beantwortet die Autorin auf wissenschaftlich
fundierte und zugleich allgemeinverständliche Art. Sie zeigt, wie Kinder
spielend zwei Sprachen erwerben, welche Vorteile frühkindliche Zweisprachigkeit
hat, und wie Eltern die zweisprachige Erziehung zu ihrer eigenen Zufriedenheit
gestalten können. Zahlreiche konkrete Tipps machen das Buch zu einem echten
Ratgeber für Eltern, der auch Pädagogen wertvolle Unterstützung für die
Elternberatung bietet.
Dr. Anja Leist-Villis forscht im Bereich kindlicher Zweisprachigkeit.
Sie hat u.a. eine Befragung unter hundert Müttern aus zweisprachigen Familien
durchgeführt. Ergebnisse und Beispiele aus dieser Untersuchung machen den
Ratgeber
objektiv und anschaulich zugleich.
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Inhalt:
1 "Man braucht in Europa Sprachen - je mehr, desto
besser." - Zweisprachige Entwicklung
1.1 Was ist Sprache?
Funktionen der Sprache
Woraus besteht gesprochene Sprache?
Memo: Was ist Sprache?
1.2 Formen der Zweisprachigkeit
Ein- oder mehrsprachige Gesellschaft?
Mehrheiten- oder Minderheitensprache?
Ein- oder zweisprachige Familie?
Gleichzeitig oder nacheinander?
Natürlich oder gelenkt?
Memo: Formen der Zweisprachigkeit
Tipps für Eltern nichtdeutscher Muttersprache
Tipps für Eltern deutscher Muttersprache
1.3 Zweisprachigkeit = 2 x eine
Sprache?
Wie gut sollten die Sprachen beherrscht werden?
Stärkere und schwächere Sprache
Sprachen in Kontakt
Ideal: Sprachbalance?
Memo: Wann ist man zweisprachig?
Tipps zur Einschätzung zweisprachiger Kompetenzen
1.4 Vorurteile gegenüber
Zweisprachigkeit
"In Deutschland spricht man deutsch!"
"Was soll das Kind mit Griechisch?"
"Zweisprachigkeit ist eine Überforderung!"
"Zweisprachige fangen später an zu sprechen!"
"Zweisprachige haben Sprachentwicklungsstörungen!"
"Zweisprachige lernen leichter Fremdsprachen!"
Memo: Vorurteile gegenüber Zweisprachigkeit
Tipps zum Umgang mit Vorurteilen
1.5 Positive Auswirkungen von
Zweisprachigkeit
Zweisprachigkeit und Bewusstsein für Sprache
Zweisprachigkeit und kognitive Entwicklung
Zweisprachigkeit und kommunikative Kompetenz
Memo: Positive Auswirkungen von Zweisprachigkeit
2 "Ich bin Griechin, aber ich kann auch Deutsch!" Zweisprachige
Entwicklung
2.1 Wie erwerben Kinder Sprache(n)?
"Baby Bett!" Spracherwerb ist Imitation
"Die Tiere schlefen alle!" Spracherwerb durch Intuition
"Hallo und Tschüß!" Spracherwerb in Interaktion
Vom Tennisball zum Erdball: Spracherwerb und Kognition
Voraussetzungen für den Spracherwerb
Besonderheiten des zweisprachigen Spracherwerbs
Memo: Wie erwerben Kinder Sprache(n)?
Tipps zur Sprachförderung in Familie, Krippe & Kita
2.2 Der Sprachgebrauch zweisprachiger
Kinder
"Κοίτα - guck!" Codeswitching
"Machst Du mir die τσάντα auf?"
Sprachmischungen
"Das schmeißen wir!" Interferenzen
Memo: Der Sprachgebrauch zweisprachiger Kinder
Tipps zum Umgang mit Sprachmischungen und Co.
2.3 Verweigerung einer Sprache
"Er antwortet oft auf Deutsch." Indirekte Verweigerung
"Ich will deine doofe Sprache nicht!" Direkte Verweigerung
Mögliche Ursachen der Sprachverweigerung'
Memo: Verweigerung einer Sprache
Tipps zum Umgang mit Verweigerungen
3 "Eine Gratwanderung zwischen Höflichkeit und Konsequenz"
Zweisprachige Erziehung
3.1 Methoden zweisprachiger Erziehung
Eine Person - eine Sprache
Familiensprache - Umgebungssprache
Memo: Methoden zweisprachiger Erziehung
3.2 Das Problem mit der Konsequenz
"Ich hätte es besser machen sollen." Anspruch und Realität
"Ich verfalle immer öfter ins Griechische" Ursachen
Memo: Das Problem mit der Konsequenz
Tipps zur bewussten Gestaltung zweisprachiger Erziehung
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Stimmen zum Buch:
"Die Darstellung ist wissenschaftlich fundiert, Forschungsliteratur auf dem aktuellen Stand eingearbeitet. Man wird darin weder emotionale Meinungsäußerungen noch
Anweisungen in Häppchen-Form finden, sondern Informationen und Erklärungen, auf denen Schlussfolgerungen
aufbauen, und Argumentationen, die auf viele Einzelfälle anzuwenden sind und deswegen fallgerechte
Entscheidungen ermöglichen. Die Wege zu den konkreten Entscheidungen sind gut markiert. Illustrationen und reale
Beispiele – viele davon aus eigenen Untersuchungen der Verfasserin – sorgen zusätzlich für
Orientierung und Anschaulichkeit. Darum lohnt sich eine zusammenhängende Lektüre.
Schade, dass die Kinder selbst dieses Buch noch nicht lesen
können! Gut aber, dass hier ein Buch für die Eltern und all die vielen erwachsenen Miterzieher vorliegt, das verstehbar
macht, wie zweisprachige Erziehung gelingen kann, und Mut macht, es zu versuchen."
(Prof. Dr. Hans H. Reich, Universität Landau)
"Sehr
differenziert beschreibt Anja Leist-Villis verschiedene Konstellationen in
mehrsprachigen Familien. Sie ermutigt Eltern, ihre Kinder zweisprachig zu
erziehen, ohne oberlehrerhaft zu sein. Sie gibt praktikable Tipps, ohne
objektiv schwierige Situationen zu bagatellisieren. Der Leser erfährt zum
Beispiel, wie häufig es vorkommt, dass Kinder die Sprache verweigern, was
die Ursache sein könnte und wie Eltern sich verhalten können.
Eltern bilingualer
Familien profitieren von der Lektüre ebenso wie pädagogische Fachkräfte aus
ein- und mehrsprachigen Kitas und Schulen. Eltern einsprachiger Kinder
finden Anregungen, wie sie Interesse an Sprachen wecken können. Grundlage des
Buchs sind wissenschaftliche Erkenntnisse und eigene wissenschaftliche
Untersuchungen der Autorin über griechisch-deutsche Familien. Man merkt
ihr ihren reichen Erfahrungsschatz an. Das Buch ermöglicht, dass Leser
sich gut in zweisprachige Kinder hineinversetzen können und es ist sehr
gut lesbar geschrieben."
(Verein für frühe Mehrsprachigkeit, FMKS)
"Besonders gut gefällt mir, dass der Ratgeber gut strukturiert in
einzelne Themenbereiche gegliedert ist. Zu jedem gibt es gut verständliche,
anschauliche Informationen, eine kurze Zusammenfassung und ganz konkrete Tipps für
die zweisprachige Erziehung. Viele Beispiele von zweisprachigen Kindern und
Erfahrungsberichte von Eltern machen ihn sehr lebendig - man findet sich
wirklich darin wieder.
Auch aus fachlicher Sicht ist der Ratgeber von Leist-Villis sehr zu empfehlen.
Denn auch Fachkräfte in Bildungseinrichtungen sind gefordert, sich an
Mehrsprachigkeit zu orientieren und hier neue Konzepte zu entwickeln.
Grundlegende Informationen zu Mehrsprachigkeit, aber auch konkrete Unterstützung
und neue Impulse für den Umgang mit Zweisprachigkeit im pädagogischen Alltag
besonders für Erzieher/innen finden sich in diesem Ratgeber.
(Dr. Hidir Celik, Bonner Institut für Migrationsforschung, BIM)
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